Unter dem Begriff „Smart Home“ versteht man die Vernetzung verschiedenster Geräte im Haushalt zur (automatischen) zentralen Steuerung. Die Geräte bzw. Sensoren und Aktoren können mittels kabelgebundener Technik oder Funktechnik mit einer zentralen Steuerung verbunden sein, welche wiederum für den Nutzer*in eine Bedienoberfläche wie z.B. eine Applikation auf dem Tablet/Smartphone zur Verfügung stellt.

Bekannte Smart-Home-Geräte sind vor allem Leuchtmittel, schaltbare Steckdosen aber auch Hausgeräte wie Waschmaschinen oder Kühlschränke. Auch Energiezähler oder sicherheitstechnische Systeme können mit der Smart-Home-Steuerung vernetzt werden. Darüber hinaus ist auch die (Wohn-)Raumklimatisierung durch verschiedenste Smart-Home-Komponenten möglich.

Im Projekt GreenEnergyFirst werden drei verschiedene Geräte (Fabrikate Hora & Eltako) in je drei Räumen der teilnehmenden Wohneinheiten installiert.

Bildquelle: eigene Aufnahme EBZ
1. Temperatur – und Feuchtesensor: Die Raumtemperatur und die relative Feuchtigkeit der Raumluft im jeweiligen Raum werden hiermit zwecks Steuerungsfunktionen und Monitoring erfasst.
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2. Fensterkontakt: Es wird erfasst, ob das Fenster im jeweiligen Raum geöffnet oder geschlossen ist. Dies ist nicht nur für das Monitoring sondern auch für die Steuerung des Thermostatkopfes von Bedeutung, um ein unnötiges Heizen bei geöffnetem Fenstern vermeiden zu können.
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3. Thermostatkopf Der vorhandene analoge Thermostatkopf auf dem Heizkörper des jeweiligen Raumes wird durch den smarten Thermostatkopf, welcher einen elektronisch geregelten Stellantrieb beinhaltet, ersetzt. Die Regelung der Raumtemperatur erfolgt damit nach einem festgelegten Programm. Eine manuelle Einstellung der gewünschten Raumtemperatur direkt am Thermostatkopf bleibt trotzdem ähnlich wie gewohnt möglich.
Funk-Repeater
Bildquelle: eigene Aufnahme EBZ

Die in den Wohneinheiten installierten Geräte sind über Funktechnik mit Empfängern, welche jeweils nahe der Wohneinheiten montiert sind, verbunden. Sofern erforderlich werden Funksiganle durch einen „Funk-Repeater“ verstärkt, dieser wird zentral innerhalb eine Wohneinheit positioniert. Durch die Bauart als Zwischenstecker blockiert das Gerät keine Steckdose, es können nach wie vor alle Verbraucher in den Zwischenstecker eingesteckt werden.

Die nahe der Wohneinheiten montierten Empfänger sind wie auch die Stromzähler der Wohneiheiten kabelgebunden mit einer zentralen Steuerung vernetzt. Ferner sind auch die im Quartier installierten Energieerzeuger (BHKW und PV-Anlage mit Batteriespeicher) sowie die Ladesäulen für Elektrofahrzeuge mit der zentralen Steuerung verbunden. Auch die Wärmemengenzähler der Gebäude sind an die zentrale Steuerung angeschlossen. Die zentrale Steuerung ist mit einem Leitrechner verbunden, dieser macht eine Benutzeroberfläche verfügbar und speichert alle von der Gebäudetechnik erfassten Daten zur Auswertung in einer Datenbank.

Ziel der in den Wohnungen verbauten Komponenten ist es, die Nutzung von Wärmeenergie so effizient wie möglich zu regeln.
Hierzu wird den Nutzern der teilnehmenden Wohneinheiten über eine Smartphone/Tablet-Applikation die Möglichkeit gegeben, ein Zeitprogramm und Wunschraumtemperaturen für die jeweiligen Räume Ihrer Wohnungen unter Anleitung von Projektpersonal anzulegen. Die Applikation wird den Nutzern über den Leitrechner zur Verfügung gestellt.