Was als „B-H-K-W“ bezeichnet wird, ist häufig Vielen noch unklar. Für technisch interessierte Personen handelt es sich bei dieser Abkürzung für ein Blockheizkraftwerk um einen aus den Medien geläufigen Sammelbegriff. Im technischen Sinne versteht man darunter eine Anlage, welche Energie in Form von Wärme und Strom zur Verfügung stellt. Dies ist auch mit der so genannten „Kraft-Wärme-Kopplung“ (KWK) gemeint, welche ebenfalls häufig in den Medien benannt wird. Die erzeugte „Kraft“ treibt in der Regel einen Stromgenerator an. Die gekoppelte Erzeugung von Kraft (Strom) und Wärme erhöht im Vergleich zu konventionellen Energiewandlungsprozessen erheblich den Wirkungsgrad, da z.B. in einem stromerzeugenden Gaskraftwerk die im Prozess anfallende Abwärme in die Umwelt abgeleitet wird und in einem reinen Heizkraftwerk das Potential zur Erzeugung von Kraft bzw. Strom ungenutzt bleibt.

Ganz einfach formuliert handelt es sich bei einem Blockheizkraftwerk um einen z.B. mit (Bio-)Diesel betriebenen Motor, welcher einen Stromgenerator antreibt und dessen Abwärme genutzt wird. Grundsätzlich könnte man sich hier stark vereinfacht ein gewöhnliches Auto vorstellen, dessen Antrieb nicht die Reifen sondern einen Stromgenerator dreht, dessen heißes Kühlwasser am Warmwasserspeicher im Keller abgekühlt wird und dessen Abgase wie bei einem Heizkessel in einem Wärmetauscher Heizwasser erwärmen.
Es könnte jedoch beispielsweise auch eine Gasturbine als Blockheizkraftwerk verwendet werden, es handelt sich eben um einen Sammelbegriff für die Erzeugung von Strom und Wärme aus einem Erzeuger.

Installiertes BHKW
Bildquelle: Medl GmbH

Im Projekt GreenEnergyFirst wird als BHKW ein Aggregat des Herstellers und Projektpartners Viessmann verwendet, welches einen 4-Zylinder-Gas-Ottomotor beinhaltet und 50 kW elektrische und 81 kW thermische Leistung zur Verfügung stellt. Das BHWK arbeitet wärmegeführt, da dessen thermische Leistung die Fernwärmeversorgung des Quartiers unterstützt. Die dabei anfallende elektrische Energie kann direkt im Quartier durch die Wohneinheiten genutzt werden. Sollte hierzu kein Bedarf bestehen, wird der generierte Strom ins öffentliche Netz eingespeist. Die erzeugungsnahe Nutzung von Strom und Wärme dient dem Zweck, Übertragungsverluste so gering wie möglich zu halten.